Was ich sage, ist das eine – was du verstehst, das andere 🦷

Oct 2026

In meiner Praxis spreche ich täglich über Dinge, die für mich selbstverständlich sind. Parodontitis, Okklusion, Periimplantitis – Begriffe, die ich seit Jahren kenne und täglich verwende. Für viele Patientinnen und Patienten sind dieselben Wörter völlig neu. Und genau da liegt eine Verantwortung, die ich sehr ernst nehme.

Eine fachlich richtige Empfehlung hilft nur dann, wenn sie auch wirklich ankommt.

Warum Erklären in der Zahnmedizin so schwer ist

Die Zahnmedizin ist voll von lateinischen und griechischen Fachbegriffen. Das hat historische Gründe und ist im medizinischen Kontext oft sinnvoll – unter Fachleuten spart es Zeit und schafft Präzision. Im Gespräch mit Patientinnen und Patienten kann dieselbe Sprache aber eine unsichtbare Mauer errichten. Man nickt, weil man nicht unhöflich wirken möchte. Man unterschreibt, weil man dem Arzt oder der Ärztin vertraut. Aber ob man wirklich verstanden hat, was hinter der Diagnose steckt und warum eine bestimmte Behandlung empfohlen wird – das ist eine andere Frage.

Ich möchte deshalb nicht voraussetzen, dass eine Erklärung angekommen ist, nur weil ich sie ausgesprochen habe.

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Was verständliches Erklären in der Praxis bedeutet

Für mich bedeutet es zunächst, innezuhalten. Nicht einfach eine Information nach der anderen zu liefern, sondern zwischendurch zu fragen: Macht das Sinn so weit? Haben Sie noch Fragen dazu? Manchmal hilft ein Bild mehr als hundert Worte – ein Foto aus dem Mund, eine Skizze auf einem Blatt Papier, ein kurzes Modell, das zeigt, wie ein Zahn aufgebaut ist. 💡

Es geht auch darum, Alternativen zu benennen. Was sind die Möglichkeiten? Was passiert, wenn man abwartet? Was sind die Grenzen einer Behandlung? Diese Fragen gehören für mich genauso zur Aufklärung wie die Empfehlung selbst. Denn eine gute Entscheidung braucht Grundlage – und die kann ich nur gemeinsam mit der Patientin, dem Patienten schaffen, nicht für sie.

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Eine Entscheidung braucht mehr als ein unterschriebenes Formular

In der Medizin gibt es das Konzept der informierten Einwilligung. Man erklärt, die Patientin oder der Patient unterschreibt – und formal ist die Aufklärung erledigt. Ich glaube aber, dass echte Einwilligung mehr braucht als ein Formular. Sie braucht den Moment, in dem jemand die Möglichkeit hatte, wirklich zu verstehen. Eigene Fragen einzubringen. Unsicherheiten auszusprechen. Und dann – auf dieser Basis – eine Entscheidung zu treffen, die sich richtig anfühlt.

Das kostet manchmal etwas mehr Zeit. Aber diese Zeit gehört für mich zur Qualität einer Behandlung. 🤝

In meiner Praxis sehe ich regelmässig, was passiert, wenn dieser Moment fehlt. Patientinnen und Patienten, die eine Behandlung abgebrochen haben, weil sie nicht wussten, warum sie notwendig war. Menschen, die jahrelang mit einer Situation gelebt haben, die sich hätte verändern lassen – wenn jemand es ihnen verständlich erklärt hätte. Das motiviert mich, diesen Teil meiner Arbeit so ernst zu nehmen wie den klinischen Teil selbst.

Was ich mir von meinen Patientinnen und Patienten wünsche

Nachfragen. Wirklich. Es gibt keine dummen Fragen in einer Zahnarztpraxis – es gibt nur Antworten, die noch nicht verständlich genug formuliert wurden. Wenn etwas unklar ist, wenn eine Empfehlung nicht einleuchtet, wenn man zu Hause merkt, dass man doch nicht ganz verstanden hat, worum es geht – dann ist das der Moment, um sich zu melden. Per Telefon, per E-Mail oder beim nächsten Termin. 😊

Ich nehme mir diese Zeit gerne. Denn eine Behandlung, hinter der jemand wirklich steht, gelingt besser als eine, bei der man einfach mitgemacht hat.

Wenn du Fragen zu deiner Mundgesundheit hast oder dir wünschst, dass wir uns gemeinsam Zeit nehmen, um einen Befund oder eine Empfehlung in Ruhe zu besprechen, buch dir gerne einen kostenlosen Beratungstermin bei mir. 🦷

Ich erkläre dir, was ich sehe – und wir schauen gemeinsam, was das für dich bedeutet.

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Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht – in der Zahnarztpraxis oder anderswo im Gesundheitswesen? Ich freue mich auf eure Gedanken in den Kommentaren.

#zahnmedizin #patientenkommunikation #gesundheit #zahnarztschweiz #praxisqualität

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