Funktionsdiagnostik

Kiefergelenktherapie

Das Kiefergelenk unterliegt grossen Belastungen. Dies kann zu Abnutzungserscheinungen führen, die sich durch Kiefergelenkfehlstände und Kiefergelenkknacken, Schmerzen im Kiefergelenk, Kopfschmerzen und Mundöffnungseinschränkung bemerkbar machen. Diese Symptome können langfristig zu Veränderungen am Kiefergelenk, Versteifung, Verspannung der Nackenmuskulatur und des Schultergürtels und im schlimmsten Fall zu einem Tinnitus führen.

Haben Sie Nackenschmerzen, schmerzt Ihr Kiefer morgens, wenn Sie aufwachen, oder tun Ihre Zähne einfach weh und Sie wissen nicht, warum dies so ist? Immer mehr Patienten suchen uns mit Beschwerden im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich auf, die scheinbar unklare Ursachen haben.

Häufige Beschwerden

1. Knacken oder Knirschen im Kiefergelenk beim Kauen, eingeschränkte Mundöffnung
2. Schmerzen im Kieferbereich, verspannte Muskulatur morgens nach dem Aufwachen
3. starke Kopfschmerzen (Migräne)
4. Verspannungen im Hals- und Nackenbereich
5. Starke Zahnabrasionen („abgeriebene“ Zähne)
6. Tinnitus (permanentes „Pfeifen“ im Ohr)
7. Starke Schmerzen und Kälteempfindlichkeit an einzelnen Zähnen ohne erkennbare Ursachen

Diese Symptome sind sicher keine Einbildung. Sie deuten vielmehr auf eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) hin. Die Bezeichnung CMD leitet sich aus dem Lateinischen von „Cranium“(Schädel), „Mandibula“ (Unterkiefer) und „Dysfunktion“ (Fehlfunktion) ab.

Das Kauorgan ist ein komplexes System aus Zähnen, Zahnhalteapparat, Kieferknochen, Kiefergelenk und Kaumuskulatur. Fehlbelastungen innerhalb dieses Systems können massive Schmerzen im gesamten Kopf- und Halsbereich auslösen. In einigen Fällen treten auch Ohrenschmerzen oder sogar Migräne auf.

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Zähne KNIRSCHEN und Zähne PRESSEN

Gerade bei viel Stress und psychischer Anspannung in Ihrem beruflichen oder privaten Leben sind Sie für diese Symptome prädestiniert. Wenn Sie nachts unbewusst mit den Zähnen knirschen oder pressen, wirken enorme Kräfte auf Ihr gesamtes Kauorgan. Eigentlich ist das Kiefergelenk dafür konzipiert, 10-15 Minuten pro Tag durch Zahnkontakt komprimiert zu werden. Beim Zähneknirschen können es bis zu 130 Minuten sein.

Dies kann nicht nur zu Schmerzen führen – auch der Zahnschmelz wird, obwohl er die härteste Substanz unseres Körpers ist, durch diese Fehlbelastungen abradiert. Im schlimmsten Fall geht so viel gesunde Zahnhartsubstanz verloren, dass die Zähne funktionell nicht mehr genutzt werden können und mit Kunststoff aufgebaut oder mit Zahnersatz versorgt werden müssen.

Funktionstherapie

Zur genauen Diagnoseerstellung nutzen wir das moderne und computergestützte DIR® System (elektronische Sensorik), dank welchem wir Krankheitsursachen wie zum Beispiel Fehlstellungen des Kiefergelenkes eindeutig bestimmen können.

Der DIR® System Sensor arbeitet mit leichten, weit unter den Grenzwerten liegenden elektromagnetischen Strömungen und liefert Daten über den Kauapparat und seine Funktionen auf reproduzierbare Weise. Um vorliegende Symptome und Beschwerden zu beheben, verwenden wir eine für Aussenstehende nicht sichtbare Aufbissschiene aus glasklarem Kunststoff. Sie wird individuell angefertigt und über den Unterkiefer-Zähnen getragen. Die Schiene entlastet die Kiefergelenke, indem sie die Kiefer in eine optimale Position zueinander bringt, und führt somit zu einer Entlastung der Muskeln und Gelenke. Ausserdem werden weitere Abrasionen des Zahnschmelzes verhindert

Durch das permanente Tragen der Schiene ĂĽber einen bestimmten Zeitraum und gezielte unterstĂĽtzende physiotherapeutische Massnahmen und physikalische Anwendungen (Ăśbungen zur Muskelentspannung) werden bestehende Fehler korrigiert und die damit verbundenen Symptome vermindern sich deutlich.

Diese umfassende, ganzheitliche physikalische Kiefertherapie berücksichtigt auch eine nachhaltige Muskelkräftigung im Bereich der Halswirbelsäule. Sie werden während der Therapie regelmässig von unserem Team betreut. Zusätzlich arbeiten wir eng mit einem Physiotherapeuten zusammen.

Auch die Versorgung mit Zahnspangen bei Kindern sollte, um den Gesamterfolg zu gewährleisten, mit einer physiotherapeutischen Behandlung begleitet werden. So können sich Fehlhaltungen erst gar nicht manifestieren.

Kopfschmerzen, Migräne und Ohrgeräusche

Menschen, welche häufig an diesen Beschwerden leiden, oder auch beim Kauen deutliche Knackgeräusche feststellen, haben meist Funktionsstörungen des Kauorgans, das sogenannte Kiefergelenksyndrom.

Diese Erkrankung tritt in unserer Gesellschaft recht häufig auf; bis zu 10% der Bevölkerung sind davon betroffen.

Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, so spricht man vom „falschen Biss“.

Nacken-, Schulter- und RĂĽckenschmerzen

Die Muskeln unseres Kausystems (Zähne und Kiefergelenke) sind mit der Nacken- & Wirbelsäulenmuskulatur verbunden. Darum steht auch der „falsche Biss“ in Verbindung mit Symptomen, die über den Bereich des Kopfes hinausgehen. Massagen, Spritzen und Schmerzmittel bringen zwar eine gewisse Erleichterung, die eigentliche Ursache ist aber dadurch nicht geheilt.

In unseren Praxen arbeiten Zahnärzte, Kieferorthopäden, Orthopäden, HNO-Ärzte und Physiotherapeuten eng zusammen, um betroffenen Patienten zu helfen.

Wir wissen heute empirisch, dass Beckenschiefstand und Skoliose der Wirbelsäule zu ca. 80 Prozent durch Okklusionsstörungen und der dadurch bedingte CMD ausgelöst werden. Die gemeinsame Behandlung ist für alle Seiten wichtig, da sich orthopädische und zahnmedizinische Probleme bei einer CMD gegenseitig bedingen können.

Die instrumentelle Funktionsdiagnostik mit dem DIR® System dient der Früherkennung von Störungen an Kiefergelenk und Zähnen. Die sogenannten funktionsanalytischen Leistungen sind jedoch nicht Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen – aber für jeden Patienten wichtig sinnvoll und erschwinglich!

Das Kauorgan und der restliche Körper

Die enge Verknüpfung des Kauorgans mit dem restlichen Körper hat Folgen in unterschiedliche Richtungen:

Ohren:
Schwindel, Summen, Ohrgeräusche, Tinnitus

Nacken:
Nackenschmerzen / Wirbelsäule, Schulter, Armschmerzen, Haltungsschäden, Verspannungen

Gesicht, Gehirn:
Migräne, Kopfschmerzen, Trigeminus-Neuralgie

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Leiden Sie unter einer oder mehreren der genannten Symptome? Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie gleich einen Beratungstermin mit unserem Expertenteam.

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